Skulpturenpark Ennetbuergen

Anna-Maria Bauer

1947 in Hombrechtikon, lebt und arbeitet in Zürich

«Tafel», 1999, Chromstahlblech
Das zweite Werk der Zürcher Künstlerin auf dem Skulpturenweg in Ennetbürgen liegt im Gegensatz zum ersten Werk «Wegstrecke» nicht horizontal als Eisenintarsie in der Erde, sondern steht vertikal auf dem Boden. Bauers bevorzugtes Material ist Stahl, das sie mit grosser Sorgfalt bearbeitet und inszeniert. Je nach Licht und Schatten zeichnen sich gräuliche Berglandschafen, blaue Himmel und grüne Wiesen auf dem Werk «Tafel» ab. Die Unregelmässigkeit der horizontalen Fugen, sowie die in den zwei Diagonalen gebogenen Einzelplatten erzeugen einen klangvollen Rhythmus, der nicht willkürlich zu sein scheint. Er begleitet ein lautloses Lied von Höhe und Tiefe, von Licht und Schatten, von Abstraktion, Glanz und Materialität. Die Plastik nimmt die Stimmung ihrer Umgebung auf und spielt sie dem Betrachtenden als stumme topografische Melodie vor.

Zweites Werk in der Ausstellung:
«Wegstrecke-Eisenintarsie», 1990, Massblech, gebrannt, verputzt, roh