Skulpturenpark Ennetbuergen

Paul Sieber

1942 in Burgistein, lebt in Zürich

«Winkel», 2002, Veltliner Granit
Stein gilt als Inbegriff des Ruhenden, Unveränderlichen. Sieber sieht das anders. Er löst Stein aus seiner Starre und haucht ihm Leben ein. Quelle der Inspiration ist die Natur. «Natura» bedeutet Geburt, Schöpfung, meint etwas Dynamisches. Diese Dynamik arbeitet er aus dem scheinbar Statischen heraus. Seine Werke haben mit Kraft zu tun, nicht aber mit Gewalt. Sie leben aus dem Gegensatz von Formgestaltung und Naturbelassenheit. Durch die Platzierung seiner Skulpturen bereichert er die Landschaft mit kaum spürbaren Eingriffen. Er setzt die Steinbrocken hin, als wären sie immer schon da gewesen. Sieber ist kein Steine schiebender Sisyphos, sondern ein Suchender, unter dessen Händen der Stein sein Eigenleben entwickeln kann und darf.

Zweites Werk in der Ausstellung:
«Der Prophet», 2005, Veltliner Granit