Skulpturenpark Ennetbuergen

Rochus Lussi

1965 in Stans, lebt in Stans

«Schweife», 2017, Lindenholz
Schon zum vierten Mal hat Rochus Lussi seine Mini-Kunsthalle neu eingerichtet. 2014 war sie mit hängenden Babys, Poulets und Telefonhörern bestückt. 2015 hielt ein mächtiger Wolf die Kabine besetzt. 2017 prangte in der Vitrine ein ovaler Spiegel mit vergoldetem Rahmen. Aus dem Spiegel stiess eine vergoldete menschliche Zunge, die mit der Spiegelung zu einem Tiergeweih wurde. Fell, Haut und Haar sind ein Dauerthema bei Rochus Lussi, von der behaarten Maria Magdalena über Orang Utan-Fell und Elefantenhaut bis zur Konfrontation von menschlichen und Kuhfüssen. Die aktuellen «Schweife» sind zu einem Kuhschwänze-Reigen arrangiert. Was damals in der Ausbildung zum Holzbildhauer «sitzen» bzw. hängen musste, ist nun ein surreales Monument geworden, irgendwo zwischen Bodenhaftung und Kometenfahne angesiedelt.